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Wolfen – Ausserhalb der Bauzone, in einer wilden Ecke des Tösstals, befindet sich die Liegenschaft aus dem 18. Jahrhundert. Es besteht aus einem Wohnhaus welches als Strickbau errichtet wurde und einer Erweiterung in Riegelbauweise die als Webstube für Heimarbeit diente. Dieser zusätzliche Anbau wurde vermutlich nur wenige Jahrzehnte später erstellt. Dadurch bildet sich ein aussergewöhnliches historisches Ganzes. Mit minimalen pflegerischen und ergänzenden Eingriffen wurde die grösstenteils originale Substanz den heutigen Bedürfnissen angepasst.

Eine neue Küche ergänzt die bestehende Feuerstelle, eine Zentralheizung entlastet den Kachelofen. Die sparsam eingesetzten sanitären und elektrischen Installationen wurde auf Vordermann gebracht. Der sorgfältige Umgang beim Einfügen von neuen Materialien und die Behandlung der bestehenden Substanz waren die zentralen Punkte des Entwurfes. Vorhandene Umbauetappen wurden kritisch geprüft, teilweise zurückgebaut aber auch wiederverwendet wenn sie von Nutzen sind. Ziel war, ein selbstverständlicher und pragmatischer Umbau, wie er über die Jahrhunderte immer wieder geschieht und dabei den Charakter des Hauses respektiert. Das Wohnen im Wolfen verlangt von seinen Bewohnern eine intensive Beziehung mit ihrer Behausung. So wird sich z.B. das wohnen im Winter auf wenige Räume reduzieren. Dafür wird man mit der Kraft des Ursprünglichen belohnt und reist als Passagier mit durch die Jahrhunderte. Die Geschichte ist allgegenwärtig und darf gleichzeitig selber geschrieben werden.