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Guggenbühl – Das Haus ist Teil einer Wohnkolonie aus den 1920er-Jahren und liegt leicht erhöht auf einem Hügelkamm. Es bot der Familie nicht mehr genügend Platz für ihre Aktivitäten. Ein Anbau schafft Raum für ein Musikzimmer und einen Büroarbeitsplatz, zusätzlich entstand ein geschützter Hof zwischen den Gebäuden. Der Altbau wurde energetisch saniert und entspricht dem Minergie-Standard.

Der Anbau besteht aus einem gebrauchten 40-Fuss-Seecontainer, der als statisches wie auch primär raumbildendes Element dient. Er befindet sich auf Höhe des Hochparterres des Wohnhauses und ist somit vom Terrain abgehoben. Die Lasten werden – der Konstruktion des Containers entsprechend – über die vier Eckpunkte abgetragen und mittels zweier T-förmiger Stützen in die Fundamente eingeleitet. Eine Holzkonstruktion verbindet den Container und das bestehende Haus sowohl räumlich als auch funktional. Die Materialität ist zurückhaltend und einfach: Kistensperrholz, Gitterroste und geölter Rohstahl im Innern, zementgebundene Spanplatten aussen. Die Fassade zum räumlich introvertierten Hof ist komplett verglast. Sie erscheint je nach Standpunkt und Lichtverhältnissen entweder als Teil des Innenraums oder aber erfährt durch die Spiegelungen eine visuelle Erweiterung. . Gegen die Strasse und die Nachbargrundstücke gibt sich der neue Körper verschlossen.