Details

Schützenstrasse – Das Gebäude wurde 1865 auf freiem Feld zwischen der Altstadt und dem damaligen Dorf Veltheim errichtet. Ursprünglich umfasste jede Hausseite zwei Wohnungen. Mit der Sanierung wurden die Wohnungen einer Haushälfte zusammengelegt und das Dachgeschoss ausgebaut. Durch die Umplatzierung des Einganges auf die Giebelseite wird der räumliche Bezug der Küche zum Garten verbessert. Der neu erstellte Windfang lässt im Haus mehr Raum zum Wohnen und bildet den repräsentativen Auftakt.

Weil die Liegenschaft nie umfassend saniert wurde, ist noch sehr viel alte Substanz vorhanden. Die Zementplattenböden, die Sprossenfenster mit den gewalzten Gläsern und das Holzwerk tragen zum atmosphärisch dichten Charakter des Hauses bei. Das Vorgefundene wird in Küche und Bad durch schnörkellose, aber hochwertige Einbauten ergänzt. Grundrissanpassungen erlauben einen direkten Zugang zum Garten. Sandsteinstufen führen in den Aussenraum oder laden zum Verweilen ein. Die ehemalige Küche im Obergeschoss wurde umfunktioniert und dient unter Einbezug der ursprünglich unbeheizten Laube als Bad. Anstelle der zwei Mansardenzimmer im Dachgeschoss ist ein grosszügiger Atelierraum entstanden. Die verwitterten Sandsteingewände an der Fassade wurden zurückgeschnitten und mit neuem Stein aufgedoppelt. Die gewonnene Tiefe wurde zur Dämmung der Fassade genutzt. Die alten Obstbäume im kleinen Garten bleiben den Bewohnern erhalten. Birnen, Äpfel, Zwetschge, Quitten, Holunder und Nüsse tragen den Gedanken der Selbstversorgung weiter.