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Himmel + Heide – Wettbewerb, 3. Runde – Der Doppelkindergarten ergänzt die bestehenden Gebäude der Schulanlage. Unaufgeregt und doch eigenständig, fügt sich der Neubau selbstverständlich in die Anlage ein. Impulse der Topografie werden aufgenommen und spiegeln sich in der Höhenstaffelung der Gebäude wider. Die aus einzelnen, einfachen Baukörpern zusammengestellte Anlage verzahnt sich sowohl im Grundriss als auch im Schnitt mit der Umgebung.

Die beiden Gruppenbereiche und der Hort tragen massgeblich zur Gliederung des Gebäudes bei. Die Erschliessung in Form eines Kreuzes ist effizient und unterstützt den Zusammenhalt der Gesamtanlage. Der Raster ist ökonomisch und lässt Änderungen zu einem späteren Zeitpunkt einfach zu. Trotz der Strenge befinden sich alle Nutzungen in einem Raumkontinuum der bei den gedeckten Aussenplätzen beginnt und sich durch die gesamte Anlage erstreckt. Die Gliederung ermöglicht unterschiedliche Raum- und Sichtbezüge. Der Bewegungsdrang der Kinder wird auf vielfältige Weise ermöglicht, innen wie aussen, vertikal und horizontal. Die direkte Materialisierung lässt die Kinder erkennen, wie ihr Haus gebaut ist. Ein Sichtmauerwerk und massives Holz erlauben einen sinnlichen Zugang. Die natürlichen Materialien wecken das Interesse an deren Entstehung. Auch der Aussenraum lädt zur Entdeckungen ein. Verschlungene Wege, offene Plätze, versteckte Winkel und ein weiter Horizont locken in die wilde Natur. Steile Böschungen, Ecken, Kanten, Nischen, Höhlen lassen reiche Körpererfahrungen zu.