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Freitag – Wettbewerb, eingeladen – Die Gemeinde Glattfelden beabsichtigt einen neuen Doppelkindergarten zu realisieren. Das Grundstück befindet sich in der Flussebene, unmittelbar an der das Ortsbild prägenden Hangkante. Eine möglichst zurückhaltende und selbstverständliche Einfügung in die Bebauungs- und Freiraumstruktur ist essentiell. Ein einfaches, eingeschossiges Gebäude mit leichter Höhenstaffelung trägt dieser Situation Rechnung.

Die Erschliessung des Kindergartens erfolgt über das Leuegässli. Durch die Versetzung der beiden Klassenflügel bildet sich vom Dorf her kommend ein Vorplatz. Dieser verleiht dem Bau einen dezent öffentlichen Charakter, ohne dass sich dieser mit zu grosser Geste in den Vordergrund drängt. Zwei identische, im Grundriss zueinander verschobene und gespiegelte Flügel beherbergen die beiden Klassen. Um je einen Kern mit Büros und Infrastruktur spannen sich Haupt- und Gruppenräume auf. Zu den Haupträumen gehört jeweils eine Veranda, über welche auch die Aussenanlagen zugänglich sind. Verbunden werden die beiden Flügel durch den Eingangsbereich mit den Garderoben. Um das Terrain möglichst wenig zu beeinträchtigen, sind die Räume in der Höhe gestaffelt und erweisen der Topografie Referenz. Sie spiegelt sich als innere Landschaft mit flachen Rampen, welche eine bewusste Wahrnehmung fördern. Der direkte Umgang mit den wenigen und einfachen Materialien trägt zur Erdung des Hauses bei. Die Holzpfosten werden mit Holzfenster ausgefacht, welche teilweise über niedrige Brüstungen verfügen. Die Kerne sind in Zementstein gemauert und wo notwendig mit Beton verstärkt. Die Böden in den Klassenräumen werden mit Linoleum belegt.