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Banana-Split – Wettbewerb eingeladen – Zwei Gewerbebetriebe bauen am Dorfrand gemeinsam ihren neuen Firmensitz. Neben Lager- und Produktionsflächen, sollen auch eine Wohnung und ein öffentlich zugängliches Kaffee realisiert werden. Die Grundstückgeometrie spiegelt sich in der prägnanten Gebäudeform. Sie bildet nach aussen das unverwechselbare Gesicht der Firmen. Im Innenhof konzentrieren sich die betrieblichen Aktivitäten. Der Bau differenziert sich von den üblichen Gewerbebauten, ohne seine Bestimmung zu verleugnen. Er ist ehrlich konstruiert und vermittelt Effizienz und Dynamik. Die rationelle und einfache Bauweise ist ersichtlich, ohne in die Banalität abzurutschen. Ein Gebäude mit Charakter.

Mit dem Neubau soll auch ein Beitrag an das Dorf und seine Bewohner geleistet werden. Der Siedlungsraum wird gestaltet, der neue Firmensitz bildet den Auftakt zum bebauten Gebiet. Er funktioniert als Adresse, sowohl für die beiden Unternehmen, als auch für das dahinterliegende Gebiet. Die Mitarbeiter, Kunden und Bewohner des Dorfes haben dank der einprägsamen Form des Gebäudes einen neuen Identifikationspunkt, der über das Gewohnte eines Gewerbegebiets hinausreicht. Dank der peripheren Platzierung des Gebäudes wird der für die Logistik schwierigste Teil der Parzelle optimal besetzt. Die Topografie wird einbezogen, der flachere Bereich steht voll dem Betrieb zur Verfügung. Alle Lager-, Produktionsflächen und Werkstätten sind im Erdgeschoss untergebracht. Die Hofsituation stellt kurze Wege sicher. Die Büros befinden sich im Ober-, Wohnung und Kaffee auf dem Attikageschoss. Über der Bodenplatte und Sockelmauer aus Beton erhebt sich eine Holzkonstruktion. Die Primärkonstruktion ist auf einem Raster aufgespannt. Dies erlaubt eine rationelle Bauweise mit wiederkehrenden Details. Die Lagerräume sind für eine maximale Flexibilität stützenfrei. Das Gebäude ist so gesetzt, dass der Aushub minimal gehalten werden kann. Ein grosser Teil des Abtrags kann auf dem Grundstück verwendet werden. Dies wirkt sich positiv auf den Grauenergieaufwand aus. Ebenfalls ein geringer grauenergetischer Aufwand wird durch die Bauweise verursacht. Vollständig betoniert sind lediglich Untergeschoss, die Bodenplatte mit der Sockelmauer und die Treppenhauskerne. Die restliche Konstruktion wird in Holzbau- und Hybridbauweise erstellt. Der Aussenraum soll mit grosszügigen Gesten die Architektur unterstützen und gleichzeitig den Bezug zur Natur erhalten und erschaffen. Einheimische, robuste Bäume übernehmen als grüne Lungen auch in Gewerbegebieten eine immer grössere Rolle. Sie spenden Schatten und Sauerstoff, binden CO2, filtern Feinstaub und halten mit ihren Wurzeln Wasser zurück. Somit schaffen sie ein ideales Klima zur Arbeit und Erholung.